Autor: Kerstin Nowak
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Aroa Moreno Durán – Die Tochter des Kommunisten
Der Debüt-Roman der spanischen Autorin spielt zunächst in Ost-Berlin, in der DDR. Anfang der 1950er Jahre gewährt die DDR etwa fünfhundert spanischen Kommunisten, die vom Franco-Regime verfolgt wurden, unter dem absurden Decknamen “Bolero und Paprika” Asyl. Für sie steht der Osten Deutschlands für all das, wofür sie gekämpft und gelitten haben. Zunächst herzlich empfangen, werden…
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Karina Urbach – Das Buch Alice
“Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten”, lautet der Untertitel dieses Buches, das eine akribisch recherchierte Aufarbeitung der Lebensgeschichte der Wiener Jüdin Alice Urbach beinhaltet. Diese war in den 1920ger Jahren eine erfolgreiche Kochbuch-Autorin. 1938 flüchtet sie vor den Nazis nach England, schlägt sich als Dienstbotin durch und leitet später zusammen mit ihrer Freundin…
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Christiane Hoffmann – Alles, was wir nicht erinnern
Die Autorin schreibt dieses Buch als Hommage an ihren verstorbenen Vater. Dieser war als neunjähriger Junge mit seiner Mutter und einem Treck seines Dorfes in Schlesien im Januar 1945 Richtung Westen aufgebrochen, um den russischen Truppen zu entkommen. Die Familie wurde später in Norddeutschland sesshaft. “Nach dem Tod des Vaters kehrt die Tochter in das…
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Jessica Durlacher – Die Stimme
Am 11. September 2001 werden die aus den Niederlanden stammenden jüdischen Eheleute Zelda und Bor gemeinsam mit ihren drei Kindern Zeugen des islamistischen Attentats auf das World Trade Center in New York. Sie rennen durch Schutt und Rauch um ihr Leben. Zelda versteht sofort: ” Sie überbringen uns eine Botschaft: In dieser Welt der Gewalt…
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Iris Wolff – Die Unschärfe der Welt
Die Autorin erzählt die Geschichte einer Familie aus dem Banat, einem Gebiet im Westen Rumäniens. Hannes, der junge Pfarrer im Dorf und seine Frau Florentine gründen eine Familie. Ihr Sohn, der kleine Samuel, ist schon von Beginn an besonders; zuerst spricht er kaum, dann ist er sehr still und später jemand, der anderen achtsam zuhören…
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Jane Gardam – Mädchen auf den Felsen
Erst mehr als 40 Jahre nach seinem Erscheinen wurde der Debütroman der Autorin ins Deutsche übersetzt. Schon Jane Gardams erster Roman zeichnet sich durch eine mit feiner Ironie vorgenommenen Beobachtung der britischen Gesellschaft aus; es geht um kaum überwindbare Klassenschranken und rigide Religionsvorschriften in den 1930ger Jahren. Die achtjährige Margaret Marsh wächst in ihrer Familie…
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Remo Rapino – Das wundersame Leben des Liborio Bonfiglio
Dieser Roman ist vor allem als Hörbuch ein Genuss; Thomas Sarbacher liest so authentisch und lebendig (seine Stimme klingt rau und bisweilen schelmisch), dass man ihn sofort mit dem Protagonisten identifiziert. Ihm nimmt man die Figur des Liborio Bonfiglio, dessen Leben von Einsamkeit, fehlender Liebe und Zurücksetzung geprägt ist, sofort ab und möchte gern immer…
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Lea Ypi – Frei
“Albanien 1989: Der letzte stalinistische Außenposten in Europa, ein isoliertes Land, das man nur schwer besuchen und noch schwerer wieder verlassen kann. Es herrschen Mangelwirtschaft, Geheimpolizei und das Proletariat. Der Kommunismus hat den Platz der Religion übernommen. Für die zehnjährige Lea ist dieses Land ihr Zuhause, ein Ort der Geborgenheit, des Lernender Hoffnung und der…
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Nikolai Popov – Warum?
Kann man schon mit Kindern im Vorschul- oder Grundschulalter angemessen über das Thema “Krieg” sprechen? Das Bilderbuch “Warum?” von Nikolai Popov (ein russischer Autor), das 1995 erschienen ist und mehrmals neu aufgelegt wurde (zuletzt im April 2022), bietet eine Möglichkeit dazu. Ein Frosch und eine Maus begegnen sich auf einer grünen Wiese; die Stimmung ist…
