
Es ist 2022 in Genf. In wenigen Tagen wird ein Raubüberfall auf einen Juwelier stattfinden. In einer schicken Villa am Stadtrand von Genf, dem sogenannten Glashaus, lebt die attraktive und erfolgreiche Anwältin Sophie mit ihrem attraktiven und erfolgreichen Mann Arpad und ihren zwei Kindern. Aus dem Gebüsch am Waldrand werden sie von einem Mann beobachtet. Der Mann heißt Greg, ist Polizist und hat sich in Sophie verliebt. Er hat selbst Familie. Arped und schließlich Sophie hat er kennengelernt, als die beiden Väter ihre Söhne zum Fußballtraining begleitet haben. Gregs Frau Karine ist ebenfalls angetan von Sophie. Sie beneidet Sophie um ihren beruflichen Erfolg und dass diese viel besser mit ihrer Familie zurecht kommt. Die beiden Frauen freunden sich zwar an, aber es ist keine Freundschaft auf Augenhöhe, denn Karine und Greg leben in kleineren Verhältnissen.
Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kurze Einschübe die den Leser daran erinnern, dass der Überfall bald stattfinden wird. Was aber haben die beiden Familien damit zu tun?
In der ersten Hälfte des Buches werden die Familien vorgestellt und das Innenleben von Greg und Karine erzählt, danach geht es zur Sache: Immer wieder werden neue Details bekannt. Dabei springt der Autor wie wild in die Vergangenheit der Figuren. Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu, eine Wendung folgt der nächsten.
Das Buch ist spannend und kommt erfreulicherweise ohne Blutvergießen aus. Mir hat besonders gefallen, dass man viel über die Gedanken und Sorgen der Charaktere erfährt. Die zahlreichen Wendungen sind wie eine Achterbahnfahrt, vielleicht nicht für jeden geeignet. Auch sind manche Beschreibungen („erfolgreich“ und „schön“) etwas plakativ. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen.
Das Buch ist in der Stadtbibliothek Syke und der Onleihe ausleihbar.
