
Bekannt wurde die Autorin durch ihre spannenden und durchaus anspruchsvollen Jugendromane, die durchaus auch für Erwachsene interessant und lesenswert sind.
Mit dem Roman „Das Signal“ hat sie nun eindeutig einen Psychokrimi für Erwachsene geschrieben, der sprachlich anspruchsvoll und vom Aufbau bis auf einige wenige Kleinigkeiten logisch ist.
Die junge Innenarchitektin Viola Decker verliert bei einem schweren Unfall ein Bein. Seitdem ist sie in ihrem abgelegenen alten Haus weitgehend eingeschränkt, weil viele Räume nicht barrierefrei sind. Ihr Mann Adam kümmert sich intensiv und fürsorglich um sie, verschiebt aber die nötigen Umbauarbeiten an dem alten Haus immer wieder.
Viola fühlt sich isoliert und abhängig. Auch die wortkarge Pflegerin ist keine echte Hilfe. Viola hat im Verlauf der Handlung immer mehr das Gefühl, dass diese sie mehr überwacht und kontrolliert.
Durch einen Trick (wird hier nicht verraten) gelingt es Viola die Wege ihres Mannes auf ihrem Handy zu verfolgen. So erkennt sie immer stärkere Unstimmigkeiten zwischen seinen abendlichen Aussagen über den Verlauf seines Tages und den von ihr gemachten Beobachten. Das lässt sie immer intensiver an den ehrlichen und fürsorglichen Absichten ihres Mannes zweifeln und sie beginnt sogar, um ihr Leben zu fürchten.
Der Autorin gelingt es, sehr schnell eine spannende, klaustrophobische Spannung zu erzeugen, die sich kontinuierlich steigert, sodass ich als Leser unbedingt weiterlesen wollte. Und ich bin sicher, Ihnen wird es ebenso ergehen.
Der Roman ist in der Stadtbibliothek Syke im Bestand.
