
Die 17jährige Fabiola ist in Buenos Aires von Nonnen erzogen worden. Sie ist bald nicht mehr in den Klostermauern zu halten, liebt schöne Schuhe, das Tangotanzen und wird sehr jung Mutter. 1937 muss sie mit ihrer Tochter Lita aus Argentinien flüchten. Beide landen auf der kleinen Insel „Upper Puffin Island“ vor Neufundland und kommen im Seemannsheim der Familie Mc Gregor unter. Lita freundet sich mit Oona, der gehörlosen Tochter der Familie an und geht bald mit ihr durch dick und dünn.
1938 taucht der Japaner Mr. Saito mit seinem Wanderkino voller Stummfilme auf der Insel auf. Jedes Jahr wird er sehnsüchtig auf der Insel erwartet und jedes Mal verbessert sich die Technik, bis er Filme mit Ton und Farbe präsentiert. So erfahren die Inselbewohner auch von politischen Ereignissen, wie Hilters Kriegsgebaren, Kanadas Kriegseintritt in Solidarität mit Großbritannien oder dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour. Oona und Lita sind vom Filmemachen fasziniert; mit einem geschenkten Tonbandgerät sammelt Oona in Mr. Saitos Auftrag Geräusche und Klänge der Insel, während Lita sich zu einer geschickten Cutterin entwickelt. Beide treten als junge Frauen das testamentarische Erbe Mr. Saitos in Montreal an.
Die eher ruhige Geschichte wird aus der Sicht von Lita in sieben Wellen erzählt, „sechs mittlere und die siebte mit einem gewaltigen Tosen“ (Zitat); die dänische Autorin malt regelrecht Bilder mit einer poetischen und humorvollen Sprache mit liebenswerten, aber auch skurrilen Charakteren. Der Roman wurde 2025 zum Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen erklärt.
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Das Buch ist nicht im Bestand der Stadtbibliothek vorhanden, kann aber über die Onleihe bezogen werden.
