Am Donnerstag, dem 12. Februar war das Quartett „Wilder Honig“ zu Gast im Forum der Stadtbibliothek Syke. Mit dabei: Texte und Lieder von Fritz Graßhoff. Die bekannteste Zeile von ihm ist wohl „Nimm’ mich mit, Kapitän auf die Reise…“, gesungen von Hans Albers. Da wurde schon mal mitgeschunkelt.

Diese und andere Gassenhauer wurden von ihm getextet, doch seine größere Leidenschaft war die Lyrik mit Gedichten, Kurzgeschichten und Balladen. Dazu zählt auch die „Halunkenpostille“, aus der der „wilde Honig“ Stücke zum Besten gab. Und so wechselten sich Musik und Lesung ständig ab, von traurig bis witzig, von herrlich albern bis grenzwertig geschmacklos. (Persönliches Highlight „die Winde des Herrn Prunzelschütz“). Nicht immer war die Musik von Graßhoff, da wurde schon mal die „Lumpenbrüderschaft“ zur Musik von Jethro Tull (Locomotive Breath) gespielt, „das Lorbeerblatt“ zu „es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ oder „Unterwegs“ als Renter-Rap.

Die vier auf der Bühne hatten sichtlich Spaß und zwischendurch wurde sich schon mal ein „Kurzer“ genehmigt. Mit Gitarrist Andreas Hein-Köcher, Bernd Egger an Piano und Akkordeon, Jürgen Puls und Wilfried Stüven mit schauspielerischen Einlagen war es ein abwechslungsreicher und witziger Abend.

