Kaschke & Hoferichter – Die neue Frankfurter Schule

Von links: Ulrich Hoferichter, Dr. Lars Kaschke

Als mittlerweile fester Bestandteil des Vor-Lesungszyklus der Stadtbibliothek Syke gaben sich Dr. Lars Kaschke und Ulrich Hoferichter am Donnerstag, dem 5. Februar die Ehre, bei draußen klirrender Kälte dem Publikum einzuheizen. Das Thema der Vorlesung: „Die neue Frankfurter Schule“. Dazu muss man wissen, dass hier mitnichten Adorno, Horkheimer und Habermas gemeint waren – das ist die „alte“ Frankfurter Schule. Nein, hier ging es um die Macher von „Titanic“ und „pardon“, also Satire, Karikatur und Blödelei. Offenbar wussten dass die etwa 60 anwesenden Zuhörer, denn es gab keinerlei enttäuschte Gesichter.

Der neuen Frankfurter Schule werden drei Generationen angerechnet, die Gründer, die Kinder und die Enkel. Vor allem die Texte der ersten Generation hatten es Kaschke & Hoferichter angetan: F.W. Bernstein, Pit Knorr und Robert Gernhardt. Letzter war auch fleißiger Witzelieferant für Otto Waalkes. Alles hängt mal wieder mit allem zusammen. Das „Sparadies der Friseure“ von Wiglaf Droste erntete wohl die meisten Lacher, so dass der Schluss fast unterging. So bleibt es unklar, ob der Autor jemals einen Friseursalon ohne Wortspiel im Namen finden konnte. Etwas moderner dann Texte von Horst Evers, der von Google aufgefordert wird, endlich ein spannenderes Leben zu führen damit der Suchalgorithmus sich nicht langweilt.

Ein kurzweiliger Abend. Eigentlich blöd, denn daher war er schnell rum. Hoffentlich gibt es nächstes Jahr auch wieder was zu hören von den beiden!