
Ada Lovelace war nicht nur die Tochter von Lord Byron, sondern vor allen Dingen eine begnadete Mathematikerin. Für eine Frau, Anfang des 19. Jahrhunderts geboren, war es nicht einfach, Bildung zu erreichen, die über das Mindestmaß hinausging. Sie fand Mittel und Wege und arbeitete mit bekannten Mathematikern und Wissenschaftlern zusammen. So unter anderen mit Charles Babbage, der von der Idee besessen war, eine Maschine zu erfinden, die Rechnungen jenseits der vier Grundrechenarten ausführen könnte. Für diesen mechanischen Computer schrieb Ada Lovelace ein Programm und somit gilt sie in Fachkreisen als erste Programmiererin. Das Projekt scheiterte an der Umsetzung. Es war zu kompliziert, diese mechanische Maschine zu bauen, obwohl sie theoretisch gesehen hätte funktionieren können.
Ada Lovelace war zeitlebens kränklich und starb schon mit 36 Jahren. Es ist spannend zu lesen, auf welchem Wege und in welche Gebiete der Mathematik sie sich fundierte Kenntnisse angeeignet hat.
Störend empfinde ich, dass die Autorin viel zu oft auf die nicht nur in den Naturwissenschaften unterdrückten Frauen hingewiesen hat. Sicherlich ist diese Aussage absolut korrekt, aber meines Erachtens hätte es gereicht, drei- oder viermal darauf zu verweisen.
Davon abgesehen aber ist das 2025 im Rowohlt-Verlag erschienene Buch eine lesenswerte Biografie einer außergewöhnlichen Frau.
