segelt´ ich nach irgendwo.
Durch die weiten Himmelsmeere von Berlin bis Mexiko.
(Mascha Kaléko, 1907 – 1975)

Die jüdische Lyrikerin Mascha Kaléko ist Anfang der 1930er Jahre ein Star in Deutschland. Ihre Gedichte über Alltägliches, die Liebe, aber auch über Berlin und anderswo begeistern die Menschen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kann Mascha Kaléko 1938 in letzter Minute nach New York fliehen.
Erst 1956 beschließt sie nach 17 Jahren im Exil nach Deutschland zurückzukehren. Sie fährt nach Berlin, reist danach durch das gesamte Land und wird überall gefeiert.

„Diese ganze Reise ist insgesamt eine ziemliche Wunderreise“, die „merkwürdigste aller Reisen“, zitiert Volker Weidemann, der Autor des Buches, die Lyrikerin. Vor allem von diesem Jahr 1956 handelt das wunderbare Buch mit dem gleichnamigen Titel des kurzen Gedichtes (s.o.), aus dem Martina Kahsnitz und Ingeborg Petersilge, die kurzfristig (!) für die erkrankte Doris Fröleke eingesprungen ist, vorlasen. Den Lesevortrag lockerten sie mit Fotos auf, sodass das Zuhören auch nach mehr als einer Stunde noch leichtfiel.

Bis heute ist Mascha Kaléko die meist gelesene Lyrikerin in Deutschland; ihre manchmal melancholisch klingenden, aber oft auch witzigen Gedichte sind immer noch hoch aktuell.

Das zahlreiche Publikum (erstmals gingen die Kaffeetassen im Lesecafé aus!) bedachte die beiden Vorleserinnen mit viel Applaus. Doris Fröleke, die an der Vorbereitung der Lesung maßgeblich beteiligt war, wünschen wir gute Besserung!
Die Lesung ist Teil der Veranstaltungsreihe „das Lesecafé“, die jeden dritten Dienstag im Monat um 15:30 Uhr in Stadtbibliothek Syke stattfindet. Alle Termine finden Sie hier.
